Die Elektrotechnik hat viele Bereiche, die teilweise sehr unterschiedlich und speziell, aber dennoch untrennbar miteinander verbunden sind. Die Verfügbarkeit und der Erwerb von innovativen Produkten im Bereich der Elektrotechnik sind für den Kunden alleine nicht immer ausreichend.

Besonders im Bezug auf Antriebs-, EMV– und Ableitstromtechnik und bei komplexen Projekten mit speziellen Anforderungen – wie z. B. dem Personen- und Brandschutz, der Einhaltung von normativ geforderten (EMV-)Grenzwerten, dem verpflichtenden Einsatz eines Fehlerstrom-Schutzschalters, einem Retrofit oder Predictive Maintenance, einer on-demand Produktionsunterstützung – ist ein maßgeschneiderter Service sowie eine umfassenden Beratung von unschätzbarem Wert.

Auf Basis unserer langjährigen, breit gefächerten Erfahrung sind wir in der Lage die komplette Applikation zu analysieren und beraten unsere Kunden während der gesamten Projektphase, unterstützen bei der Auswahl passender Geräte, auch hinsichtlich Performance und Budget, und sind außerdem bei der Realisierung, Inbetriebnahme, Fehlersuche und -behebung, falls nötig, sowie der Instandhaltung als ihr aktiver Partner. Wir verstehen die komplexen Zusammenhänge zwischen Antriebs-, EMV- und Ableitstromtechnik und sind seit Jahren Profi in allen drei Bereichen.

Kurz: Alles, was machbar ist, kann maßgeschneidert erworben werden.

Im Messlabor

In unserem hauseigenen, komplett ausgestatteten EMV-Prüflabor mit Absorberkabine werden nicht nur eigene Produkte normkonform eingemessen, sondern wir bieten unseren Kunden auch die EMV-relevanten Messungen der Störaussendungen und Störfestigkeit sowie deren Prüfungen als Dienstleistung an. Sie sind Teil unseres Servicepportfolios zur EMV-gerechten Geräte- und Anlagenentwicklung bzw. Konstruktion. Im Rahmen eines EMV-Consultings können die Messergebnisse auch entwicklungsbegleitend aufgezeichnet werden, um so beispielsweise die Wirksamkeit einer kundenspezifischen Filterlösung in der Applikation zu überprüfen und zu bewerten.

  • Ableitstrom-/Fehlerstrom-Messung (sicher Betrieb am allstromsensitiven Fehlerstrom-Schutzschalter)
  • Messung der leitungsgebundenen Störgrößen mit Netznachbildung bis 63 A (Funkstörspannungen)
  • Messung der abgestrahlten Störgrößen (Funkstörstrahlung)
  • Störfestigkeitsprüfungen (Surge, EFT/Burst, ESD)
  • Messung der Störaussendungen im Frequenzbereich von 9 kHz bis 1 GHz
  • Vollautomatische Messung der Einfügungsdämpfung von Netzfiltern
  • Messung am Belastungsprüfstand mit Rückspeiseeinrichtung
  • Entwicklungsbegleitende Messung (EMV-Consulting)
  • Messung am Frequenzumrichterausgang (Differenzstrom-/Lagerstrom-Messungen)

Vor Ort

Bei komplexen oder nicht transportablen Prüflingen und Anlagen bieten wir außerdem eine umfangreiche „Vor-Ort-Messung“ der elektromagnetischen Verträglichkeit – ohne massiven logistischen Aufwand. Diese EMV-Analysen ermöglichen außerdem eine Feststellung der realen elektromagnetischen Bedingungen sowie die Bewertung der Qualität der Netzspannung bzw. bestehender Funkstörungen. Unter Berücksichtigung dieser vorliegenden Fremdstörungseinflüsse werden, analog der Messausrüstung in der Laborumgebung, entsprechend dem zu untersuchenden Frequenzbereich und der Störaussendung mobile Geräte eingesetzt und der Prüfling bei üblicher Arbeitsweise gemessen. Dies geschieht im Idealfall direkt am Einsatzort den Maschine, kann aber auch beim Hersteller, vor der Auslieferung durchgeführt werden.

  • Messung der leitungsgebundenen Störgrößen mit Netznachbildung bis 350 A oder HF-Tastkopf > 350 A (Funkstörspannungen) 9 kHz bis 30 MHz
  • Messung der abgestrahlten Störgrößen (Funkstörstrahlung) 30 MHz bis 1 GHz
  • Störfestigkeitsprüfungen (Surge, EFT/Burst, ESD)
  • Oberschwingungsanalyse
  • Messung der Netzqualität bis 500 A
  • Allgemeine EMV-Störungsmessung und Fehlersuche (EMV-Consulting)
  • Messung am Frequenzumrichterausgang (Differenzstrom-/Lagerstrom-Messungen)
  • Ableitstrom-/Fehlerstrom-Messungen (sicherer Betrieb am allstromsensitiven Fehlerstrom-Schutzschalter)

Was genau diese Messungen bedeuten

Messung der Funkstörspannungen

Es werden Messungen auf dem normkonformen EMV-Messplatz oder in der EMV-Absorberkabine zum einen unentstört und zum anderen mit der Verwendung eines Entstörmittels aus dem EPA-Standardportfolio durchgeführt. Falls die Applikation eine Modifizierung in Bauform und Entstörwirkung bedarf, wird so die Wirksamkeit mit dieser Messung überprüft. Die Messungen werden mit Hilfe einer Netznachbildung und eines EMV-Messempfängers durchgeführt. Hierbei wird der Frequenzbereich von 150 kHz bis 30 MHz gemessen und die Einhaltung der, für das jeweilige Produkt gültigen, Grenzwerte überprüft.

Messung der Funkstörstrahlung

Es werden Messungen der magnetischen und elektrischen Komponente des Feldes mit speziell abgestimmten Antennen in der Absorberkabine durchgeführt. Um die Stelle mit der maximalen Emission ermitteln zu können, befindet sich der Prüfling auf einer Drehscheibe, die sich um 360° drehen lässt. Zudem wird bei der Messung die Antennenhöhe variiert und die Polarität der Antenne zwischen horizontal und vertikal geändert. Der Abstand zwischen dem Prüfling und der Antenne beträgt 3 Meter. Die Grenzwerte für die abgestrahlte Feldstärke, werden für den Frequenzbereich von 30 MHz bis 1 GHz bewertet. Bei Vor-Ort-Messungen erfolgt die Messung analog der Messausrüstung in der Laborumgebung mit entsprechenden mobilen Geräten auf die übliche Arbeitsweise. Anhand der erworbenen Messergebnisse kann auf die Einhaltung der Grenzwerte geschlossen werden. Eine Bestätigung der Ergebnisse kann jedoch ausschließlich in der Laborumgebung erreicht werden.

EFT (engl. Electric Fast Transient) und BURST Messung

In der Praxis arbeitende elektronische Systeme schalten meist mit konventionellen Schaltgeräten (z. B. Schütze oder Relais). Alle überwiegend induktiven Lasten erzeugen beim Ein- und Ausschalten die unterschiedlichsten parasitären Schaltsignale (auch BURSTs oder EFT Pulsgruppen genannt). Die Kenndaten einer solchen transienten Störgröße sind Anstiegszeit (im ns-Bereich), Wiederholfrequenz (im kHz bis MHz Bereich), Energie (im mJ-Bereich), Spannungsamplitude (bis einige kV) und Pulsdauer (in ms). Um die Beeinflussung von Geräten gegenüber diesen Störgrößen zu prüfen, werden mittels Störgeneratoren Pulspakete (Burst) aus normativ definierten EFT-Einzelimpulsen erzeugt (EN 61000-4-4).

SURGE (Stoßspannung) Messung

Mit SURGE werden energiereiche (bis mehrere Joule enthaltende), niederfrequente Störimpulse mit Spannungen bis zu mehreren 1.000 Volt bezeichnet. Neben Schalthandlungen im Stromversorgungsnetz entstehen diese auch bei Blitzeinschlägen, einer der energiereichsten Störquellen überhaupt. Zur Stromversorgung werden oft mehrere Kilometer lange Leitungen verwendet. Dies hat zur Folge, dass bei einem direkten oder indirekten Blitzeinschlag SURGE Impulse in die Leitungen eingekoppelt werden, welche an den angeschlossenen Geräten Beeinflussungen oder Zerstörungen verursachen können. Um dieses Risiko zu minimieren, werden spezielle Schutzelemente eingesetzt. Die Prüfung der Störfestigkeit gegen Stoßspannungen erfolgen nach DIN EN 61000-4-5.

ESD (engl. Electrostatic Discharge) Messung

Eine elektrostatische Entladung ist überall möglich. Lediglich durch das Begehen einer isolierenden Bodenoberfläche (z. B. Teppich) kann sich eine Person elektrostatisch aufladen. Die Spannung gegen Erde kann hierbei mehrere 1.000 Volt betragen. Sobald die Person z. B. ein elektrisches Gerät oder System berührt (häufig spürbar und durch Funken sichtbar) findet die Entladung statt. Diese ist zwar für den Menschen weitestgehend ungefährlich, die daraus resultierenden Ströme können aber auf empfindliche Elektronik beeinflussend oder zerstörend wirken. In einigen Fällen können ganze Systeme zum „Absturz“ gebracht werden. Auch Explosionen und Brände sind durch dieses Phänomen möglich. ESD-Prüfungen werden nach EN 61000-4-2 durchgeführt.

DIPS (Netzunterbrechungen und Netzeinbrüche) Messung

Spannungsunterbrechungen und -einbrüche werden auch als DIPS bezeichnet. Diese ungewollten Phänomene können im Kurzschlussfall, beim Auslösen von Sicherungseinrichtungen und beim Schalten großer Lasten auftreten. Auftretende Beeinträchtigungen sind z. B. kurzfristige Ausfälle oder unerwünschte Neustarts von Geräten oder Anlagen. Die bekanntesten Verursacher sind schaltende, induktive Verbraucher und Schalthandlungen im öffentlichen Stromversorgungsnetz. Die Prüfung der Störfestigkeit gegenüber Spannungseinbrüchen, Spannungsschwankungen und Kurzzeitunterbrechungen erfolgt nach DIN EN 61000-4-11.

Analyse von Oberschwingungen und Messung der Netzqualität

Mit speziellen Messgeräten wird Vor-Ort der Oberschwingungsanteil nach EN 61000-3-2 und EN 61000-3-12 sowie die Netzqualität nach EN 50160 (Langzeitmessungen) ermittelt.

Ableitstrommessung

Wenn es Probleme durch das unerwünschte/fehlerhafte Auslösen des Fehlerstrom-Schutzschalters, z. B. beim Einsatz von Frequenzumrichtern gibt und damit ein störungsfreier aber trotzdem sicher Betrieb von Maschinen und Anlagen, nicht mehr gewährleistet werden kann, können mit Hilfe des EPA LEAKWATCH Mess- und Analysesystems Ableitströme durch Messung sichtbar gemacht werden. Die ermittelten Werte werden analysiert und zur Uraschenforschung herangezogen.

Normen, nach denen EPA misst und prüft

  • EN 61000-6-3
    Fachgrundnorm für Störaussendungen im Wohnbereich und leichter Industrie
  • EN 61000-6-4
    Fachgrundnorm für Störaussendungen im Industriebereich
  • EN 55011
    Produktfamiliennorm für industrielle, wissenschaftliche und medizinische Geräte (ISM)
  • EN 55014
    Produktfamiliennorm für Haushaltgeräte, Elektrowerkzeuge und ähnliche Elektrogeräte
  • EN 55015
    Produktfamiliennorm für Beleuchtungseinrichtungen und ähnlichen Elektrogeräte
  • EN 50370-1
    Produktfamiliennorm für Werkzeugmaschinen
  • EN 61800-3
    Produktnorm für drehzahlveränderbare, elektrische Antriebe
  • EN 61000-6-3
    Fachgrundnorm für Störaussendungen im Wohnbereich und leichter Industrie
  • EN 61000-6-4
    Fachgrundnorm für Störaussendungen im Industriebereich
  • EN 55011
    Produktfamiliennorm für industrielle, wissenschaftliche und medizinische Geräte (ISM)
  • EN 55014
    Produktfamiliennorm für Haushaltgeräte, Elektrowerkzeuge und ähnliche Elektrogeräte
  • EN 50370-1
    Produktfamiliennorm für Werkzeugmaschinen
  • EN 61800-3
    Produktnorm für drehzahlveränderbare, elektrische Antriebe
  • EN 61000-6-1
    Fachgrundnorm für Störfestigkeit im Wohnbereich und leichter Industrie
  • EN 61000-6-2
    Fachgrundnorm für Störfestigkeit im Industriebereich
  • EN 61000-4-2
    Fachgrundnorm für Störfestigkeit für elektrische Entladung (ESD)
  • EN 61000-4-4
    Fachgrundnorm für Störfestigkeit für schnelle Transienten (Burst)
  • EN 61000-4-5
    Fachgrundnorm für Störfestigkeit für energiereiche Stoßspannungen (Surge)
  • EN 50370-2
    Produktfamiliennorm für Werkzeugmaschinen
  • EN 61800-3
    Produktnorm für drehzahlveränderbare, elektrische Antriebe

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Beratung CE-Konformität

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