Motordrosseln


du/dt-Drossel

Dreiphasen-Ausgangsdrossel

  • Nennströme 2 – 110 A
  • Begrenzung von du/dt-Werten (Spannungsspitzen)
  • Bei Umrichterbetrieb mit kurzen Motorleitungen
  • Erhöht die Motor-Lebensdauer

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du/dt-Drossel

Dreiphasen-Ausgangsdrossel

  • Nennströme 124 – 330 A
  • Begrenzung von du/dt-Werten (Spannungsspitzen)
  • Bei Umrichterbetrieb mit kurzen Motorleitungen
  • Erhöht die Motor-Lebensdauer

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du/dt-Drossel

Dreiphasen-Ausgangsdrossel

  • Nennströme 400 – 2300 A
  • Begrenzung von du/dt-Werten (Spannungsspitzen)
  • Bei kurzen Motorleitungen
  • Erhöht die Motor-Lebensdauer

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Ferritringe OC

Ferritringe zur Schnellmontage

  • Motornennleistung bis 45 kW
  • Reduktion von Ableitströmen
  • Reduktion von Störemissionen
  • Kleine Abmessungen
  • Einfache Montage
  • Hohe Permeabilität
  • Induktivität frei wählbar

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Motordrossel CHA

Stromkompensierte Ausgangsdrossel

  • Nennströme 10 – 200 A
  • Reduktion von Ableitströmen und Motor-Lagerströmen
  • Reduziert Gleichtaktstörungen
  • Schutz von Motorwicklungen und Motorlager
  • Gegen Überstromabschaltungen

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Die o.g. Filter werden im Allgemeinen in die (Motor-)Leitung zwischen Umrichterausgang und Motor geschaltet. Sie sollen der Reduzierung von Störemissionen der Motorleitungen sowie der Begrenzung der Spannungsspitzen dienen, welche durch die Umrichtertaktfrequenz hervorgerufen werden. Neben einer verbesserten EMV, gilt es den Motor zu schonen und darüber hinaus ein zuverlässiges Betriebsverhalten zu erreichen.

Hinweis: Um eine optimale Entstörwirkung zu erzielen bzw. das geeignete Produkt auswählen zu können, ist eine Systembetrachtung (Umrichter, Motor, Leitungen, Erdung, Umgebung, etc.) erforderlich.

Wir sind Ihnen dabei gerne behilflich!

Die Unterschiede der einzelnen Motorfilter werden im nachfolgenden Text kurz erläutert:

du/dt-Drosseln

Diese Drosseln sind so konzipiert, dass sie die steilen Schaltflanken am Umrichterausgang auf ein für den Motor unschädliches Maß begrenzen. Die Spannungsspitzen, die durch die schnellen Schaltzeiten der IGBTs (Taktfrequenzen von bis zu 16 kHz oder mehr) hervorgerufen werden, können im ungünstigen Fall du/dt-Werte von 12 kV/s erreichen (nach VDE 0530 sind je nach Motortyp 500-1000 V/s zulässig). Dieser Wert ist von Faktoren wie dem Ausgangssignal des Umrichters, der Leitungslänge und Verlegung sowie vom Kabeltyp abhängig.

Die hohen Spannungsanstiegszeiten können zur Schädigung der Motorisolation und somit zur vorzeitigen Alterung der Motoren führen.

Besonders bei älteren Motorbauarten oder Motoren, die nicht speziell für den Umrichterbetrieb gefertigt sind, ist darauf zu achten. Um die angeschlossenen Motoren zu schonen und einen dauerhaften, sicheren Betrieb zu gewährleisten, ist eine Begrenzung dieser Schaltflanken unbedingt erforderlich. Die du/dt-Drossel wird bevorzugt bei kurzen Motorleitungslängen eingesetzt. Bei längeren Motorleitungen empfiehlt sich aus wirtschaftlicher Sicht der Einsatz eines Sinusausgangsfilters.

Vorteile:

  • Deutliche Reduzierung der Schaltflanken (du/dt)
  • Dämpfung von Störemissionen der Motorleitung
  • Wirksam gegen symmetrische Störgrößen
  • Niedriger Spannungsabfall
  • Preisgünstiger als ein Sinusausgangsfilter

Ferritringe und stromkompensierte Drosseln

Der Ferritring wird häufig zur Entstörung von Motor- oder Signalleitungen eingesetzt. Durch seine minimalen Abmessungen kann er unkompliziert in die Leitungen integriert werden. Außerdem lassen sich die Ringkerne, auch nachträglich, mit wenig Aufwand in vorhandene Leitungsnetze einbinden. Die Wirksamkeit ist dabei abhängig vom Kernmaterial (AL-Wert) der Ferrite sowie von der Anzahl der Wicklungen auf dem Kern. Wird eine Leitung nur einmal durch den Kern geführt, entspricht dies einer Windung. Je mehr Windungen, desto höher wird die Induktivität. Hierbei muss unbedingt berücksichtigt werden, dass eine zu hohe Windungszahl die Entstörwirkung der Drossel aufheben kann (Sättigungseffekte). Gegebenenfalls sollten mehrere Kerne hintereinander geschaltet werden und die Leitungen nur wenige Male durch die Ringkerne geführt werden. Meist werden die Ferritringe stromkompensiert bewickelt eingesetzt, um asymmetrische Störgrößen (sog. Gleichtaktstörungen) auf den Leitungen zu unterdrücken und um parasitäre Ableitströme der Leitungsschirme (besonders bei langen Motorleitungen) sowie Motorlagerströme zu bedämpfen.

ferritringe

Bei einer stromkompensierten Bewicklung heben sich die Magnetfelder des niederfrequenten Betriebsstromes (meist 50 oder 60 Hz) gegenseitig auf, hingegen ist sie für die hochfrequenten Störströme sehr wirksam bzw. stellt für diese einen hohen Widerstand dar. Beim Einsatz in Motorleitungen ist darauf zu achten, dass die Ringkerne so nah als möglich an der Störquelle (z. B. Frequenzumrichter oder Servo-Umrichter) angebracht werden und nur die drei Motorphasen (ohne Schutzleiter und Leitungsschirm) „gleichsinnig“ durch den Kern geführt werden, andernfalls ist die Dämpfung nur sehr gering.

Vorteile:

  • Dämpfung von Störemissionen der Leitungen
  • Reduzierung von Ableit- und Lagerströmen
  • Wirksam gegen asymmetrische Störgrößen
  • Induktivität durch Windungszahl selbst wählbar
  • Einfache Montage und kleine Abmessungen
  • Auch für sehr lange Motorleitungen geeignet
  • Kann Überstrom-Abschaltungen des Umrichters verhindern
  • Reduziert Störeinkopplungen auf die Netzzuleitung
  • Kostengünstig

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